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Mehr als nur eine schöne Hülle

Der Design-Faktor

Ästhetik – schön und gut. Aber im Maschinenbau zählen Technik und Kosten. Eine Aussage, wie sie noch vor wenigen Jahren gang und gäbe war. Heute muss diese gleich in drei Punkten revidiert werden. Erstens: Auch im Maschinenbau gelten ästhetische Maßstäbe. Eine emotional ansprechende Optik ist Teil einer umfassenden Kundenzufriedenheit. Zweitens: Ein gelungenes Maschinendesign unterstützt die Maschinenfunktionalität. Drittens: Gutes Industrie-Design ist kostenneutral oder bietet entsprechenden Mehrwert.

Erschienen in o-com consumer/nonwovens 01/2011
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Der Design-Faktor


Keine Frage, Design ist heute im Maschinenbau angekommen. Die Anforderungen im Sondermaschinenbau sind jedoch speziell. Wenn kaum eine Maschine der anderen gleicht, müssen Individualität und durchgängige Gestaltungselemente dennoch miteinander vereinbar sein. Die Designlinie soll – vielleicht am ehesten mit einer „Produktfamilie“ vergleichbar – auf einen Blick für einen Wiedererkennungseffekt sorgen. Im Fall des Sondermaschinenbaus muss Flexibilität daher ein integraler Bestandteil des Designkonzepts sein, um allen Anwendungen gerecht werden zu können. Eine weitere Herausforderung für den Designer ist die optische Inhomogenität des „Maschineninneren“, auf die er keinen Einfluss hat und – wegen der komplexen Funktionalität – eine Gegebenheit darstellt.

Design für den Verpackungsmaschinenbau betrifft am offensichtlichsten die Maschinenverkleidung. Design beginnt dann mit einer Bestandsaufnahme und Analyse. Welche Funktionalität hat das zu gestaltende Element? Die Grundfunktion der Maschinenverkleidung ist mit Sicherheit der Schutz vor Zugriff während des laufenden Produktionsprozesses,die Reduktion von Lärm-Emissionen und auch der Brandschutz. Im Nonwovens-Bereich zählen in geringerem Maße auch Hygienefunktionen sowie der Schutz des Bedienpersonals vor Einflüssen aus dem Prozess hinzu.

Eine Maschinenverkleidung muss die Bedienung der Maschine möglichst einfach vonstatten gehen lassen. Für Formatumstellungen, Störungsbeseitigungen und die Maschinenreinigung soll diese gut zugänglich sein. Die Sichtkontrolle der Arbeitsprozesse und Anzeigeinstrumente erfordert zudem eine gute Transparenz und optisch klare Gliederungen. Die Bedienung erfolgt in der Hauptsache über Touchscreens, die sich im Idealfall nahtlos in das Maschinendesign einfügen.

So sieht’s aus…
Die im Nonwovens-Bereich angewandte Designlösung verzichtet auf eine sichtbare Rahmenkonstruktion. Das Gehäuse wirkt dadurch sehr geschlossen und kompakt. Mit den Türen, Sichtelementen und sich wiederholenden Gestaltungsbausteinen wird eine strukturierte Gesamtansicht erzielt. Es gelingt mit dieser Formensprache der Verkleidung, einerseits eine optisch stark kapselnde Wirkung zu erzielen, anderseits sorgen die großen Sichtflächen für die nötige Transparenz. Die Kapselwirkung reduziert die im Inneren herrschende Komplexität nach außen.

Im Nonwovens-Bereich bestehen die Maschinen häufig aus Stapler, dem Stapelhandling und der eigentlichen Verpackungsmaschine. Mit einer übergreifenden Struktur werden die Anlagenkomponenten eindeutig in einzelne Funktionsbereiche aufgegliedert: Stapler, Stapel-Handling, „Packer“ und weitere Komponenten. Dennoch verbindet die gemeinsame Formensprache alle Teile zu einer gesamten Einheit. Abgerundet wird das Gestaltungskonzept über die Touch-Screens, die in Gestaltungsbausteine eingefügt werden können. Um auch die Anforderungen einer ergonomischen sowie Platz sparenden Bauweise abzudecken, kommen überwiegend Klapptüren zum Einsatz, die für eine möglichst hohe Betriebssicherheit und Bedienerfreundlichkeit sorgen. Gleichzeitig sind auch Schiebe- oder Falttüren integrierbar.

Den Anforderungen des Sondermaschinenbaus wird Rechnung getragen, indem die Gestaltungsbausteine aus abgewinkelten und verschweißten Stahlblechteilen – ohne Einsatz von kostenintensiven, spezifischen Werkzeugen – hergestellt werden können. Diese Blechteile lassen sich auf einfache Weise an die Geometrieanforderungen der individuellen Projekte anpassen. Mit dem dreidimensionalen Aufbau der Verkleidungsbausteine wird insgesamt eine stabilisierende Wirkung erzeugt.

Damit öffnen und schließen auch die Türen satt, und es lässt sich eine schallisolierende Wirkung erzeugen. Mit dem Maschinendesign erhielt die Optima Group Nonwovens nicht zuletzt auch ein starkes Wiedererkennungsmerkmal.



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